Pallasit wurde im 18. Jahrhundert erstmals durch den Forschungsreisenden
Peter Simon Pallas beschrieben und später nach ihm benannt.
Synonyme
Synonyme sind nicht bekannt.
Genese,
Vorkommen
Pallasit ist ein Steineisenmeteorit, der von den Asteroiden stammt, jenen
Kleinplaneten aus dem Gürtel zwischen Mars und Jupiter, die durch
Kollisionen gelegentlich aus ihrer Bahn geworfen werden. Einzelne
Trümmerstücke gelangen dann mitunter in Erdnähe und stürzen
schließlich durch die Atmosphäre zur Erdoberfläche.
Dabei werden sie durch Reibungshitze oberflächlich erhitzt (Sternschnuppen).
Pallasite wurden bisher in Argentinien, Kentucky, Kansas und New Mexico/USA,
Sibirien/Rußland sowie New South Wales/Australien gefunden.
Pallasit besitzt oberflächlich ein schlackenartiges, rostbraunes Aussehen.
Poliert zeigt das kubische Nickeleisen grauen Metallglanz, angeätzt
auch die typischen Widmanstättenschen Figuren (vgl. Meteorit).
Die rhombischen, grün- bis braungelben Peridot-Einschlüsse zeigen
Glasglanz.
Mineralklasse, Chemismus
Pallasit besteht aus drei Nickeleisenlegierungen (natürliche Elemente),
dem nickelarmen Kamazit (< 7% Ni), nickelreichem Taenit (> 25% Ni) und
Plessit, dem Gemisch aus beiden sowie eingelagertem Peridot (Inselsilikat).
Formel: FeNi + (Mg,Fe)2[SiO4] + C, Co, Cr, Ga, Ge, P, S.
Pallasit repräsentiert die Urmaterie: Auch die Erde besteht größtenteils
aus diesen beiden Komponenten, dem Nickeleisen-Kern und dem peridotitführenden
Erdmantel.
Die Mineralkombination des Pallasit ist unverwechselbar.
Fälschungen
Fälschungen sind nicht bekannt.
Verwendung und Handel
Pallasit wird sehr teuer gehandelt, der enthaltene Peridot ist oft schleifwürdig
und wird auch zu Edelsteinen geschliffen. Als Heilstein hat Pallasit
bisher nur wenig Bedeutung erlangt.
Pallasit regt an, die eigenen inneren Welten zu erkunden und anderen Wesen
in Liebe zu begegnen. Er hilft, sich der Vergänglichkeit bewußt
zu sein und dadurch die Wichtigkeit unserer Betrachtungen und Vorhaben
richtig einzuschätzen (Sperling).