Eine weitere Möglichkeit zur Identifikation eines
Heilsteins ist die Dichtebestimmung, sofern das Mineral in reiner Form
ohne Verwachsungen mit anderen Mineralien oder dem Muttergestein vorliegt.
Die Dichte (auch spezifisches Gewicht genannt) gibt das
Gewicht im Verhältnis zum Volumen (Rauminhalt) an: Ein Kubikzentimeter
Wasser z.B. wiegt 1 g. Wasser hat also die Dichte 1. Wiegt ein Kubikzentimeter
eines Minerals nun 2,5 g, so hat dieses Mineral die Dichte 2,5.
Da Wasser nun genau die Dichte 1 hat, läßt
sich die Dichte eines unbekannten Minerals ganz einfach bestimmen.
Die schnelle Variante für unterwegs wäre, das Probierstück an einen Faden zu binden und an einer möglichst genauen Federwaage (ca. 0, 1 g Genauigkeit) zunächst in der Luft und dann im Wasser hängend zu wiegen. Da die Dichte des Wassers gleich 1 ist, verliert der Stein durch den Auftrieb des Wassers genau so viel an Gewicht, wie das entsprechende Wasservolumen wiegt.
Die Dichte läßt sich also sehr einfach durch folgende Formel errechnen: Das Gewicht in der Luft geteilt durch die Gewichtsdifferenz im Wasser ergibt die Dichte. Dichte - Gewicht in der Luft Gewicht in der Luft - Gewicht im Wasser Z.B.: Ein unbekanntes Mineral wiegt in der Luft 5,2 g, im Wasser dagegen 3,2 g. Die Gewichtsdifferenz beträgt also 5,2 - 3,2 = 2, die Dichte beträgt entsprechend dann 5,2 geteilt durch 2 = 2,6. Damit könnte das Mineral z.B. ein Calcit oder Quarz sein. Mit einer Laborwaage, einer sehr genauen Balkenwaage, läßt sich die Dichte sogar auf die zweite Kommastelle genau berechnen. Auch hier wird das Probierstück zunächst an der Luft und anschließend im Wasser gewogen. Die Dichte errechnet sich dann ebenfalls wieder aus der o.g. Formel.
Da die Dichte des Wassers mit steigender Temperatur abnimmt, wird die Berechnung sehr genau, wenn bei 20° C gewogen wird.