Malachit, Molochites, Malvenstein, Atlaserz, Hebammenstein, Schreckstein





 
 
Name,  Handelsbezeichnungen
Der Name Malachit stammt von griech. malache oder moloche = Malve, nach deren Farbe er schon bei Plinius als "Molochites" benannt ist und wovon das Synonym "Malvenstein" zeugt. Aufgrund der geringen Härte ist der Name auch evtl. von griech. malako = weich abgeleitet, wie das Synonym Weichstein vermuten läßt.
 

Synonyme
Aus dem Bergbau stammen viele Synonyme: Atlaserz, Berggrün, Grünkupferwasser, Koppargrün, Kupfergrün, Kupferhydrophan, Kupferocher und Schiefergrün.
Ein Handelsname ist Silver-Peak-Jade. Malachit-Quarz-Gemenge werden Papageienflügel, Prasmalachit und Stellarit genannt; der deutsche Volksmund kennt die Begriffe Hebammenstein (für Geburtshilfe und Frauenleiden) und Schreckstein (gegen jähes Erschrecken).
Genese, Vorkommen
Malachit entsteht immer sekundär durch die Einwirkung von sauerstoff- und kohlensäurehaltigem Sickerwasser auf kupferhaltiges Gestein. Vor allem Kupfersulfide (Kupfer-Schwefel-Verbindungen) reagieren dabei schnell mit dem Carbonat-Anteil des Wassers zu Malachit oder Azurit- Beide sind daher Leitmineralien in den Oxidationszonen von Kupfererzlagerstätten, d.h. ihr Vorkommen weist auf den Kupfergehalt des Gesteins hin. Bedeutende Malachit-Vorkommen sind in Zaire und Rußland.
 

Kristallsystem, Erscheinungsbild, Farbe
Malachit ist monoklin, bildet jedoch nur selten nadelig-büschelige Kristalle, sondern meist dichte, knollige oder glaskopfige Aggregate, die aufgrund der schaligen Ablagerung typische hellgrün-dunkelgrün gebänderte Zeichnungen zeigen. Da sich Azurit durch Wasseraufnahme langsam in Malachit umwandelt kann, gibt es Pseudomorphosen von Malachit nach Azurit. Auch Verwachsungen mit anderen Kupfermineralien treten auf, wie z.B. beim "Eilath-Stein", einem Malachit-Chrysokoll-Türkis-Gemenge. Malachit selbst ist immer grün (siehe "Fälschungen") und zeigt Glas oder Seidenglanz.
 

Mineralklasse, Chemismus
Malachit ist ein basisches Kupfercarbonat aus der Mineralklasse der Carbonate.
Formel: Cu2[(OH)2/CO3] + H2O + (Ca,Fe).
Farbgebend ist dabei das Kupfer (idiochromatische Färbung), weshalb er auch eine grüne Strichfarbe zeigt.
 

Bestimmungsmerkmale
Mohshärte:  3,5-4
Dichte:  3,75-3,95
Spaltbarkeit:  vollkommen, splittriger, erdiger Bruch
Strichfarbe:  hellgrün
Transparenz:  durchscheinend (selten) bis undurchsichtig.
 

Verwechslungen und Unterscheidung
Chrysokoll  und andere undurchsichtig-grüne Steine zeigen keine Bänderung. Chrysokoll hat zudem nur eine Dichte von 2,0 - 2,3. Verwachsungen von Malachit und Chlysokoll (Chlysokoll Fern) oder von Malachit, Chrysokoll und Türkis (Eilath-Stein) sind jedoch nur gemmologisch exakt zu bestirnmen.
 

Fälschungen
Als Malachit-Imitationen sind gefärbter Achat oder Jaspis (Härte 7, Dichte ca. 2,65), gefärbter Marmor (Dichte maximal 2,7), Glas (Härte 5,5, Dichte ca. 3,0) und Sinterimitationen im Handel. In Rußland wird synthetischer Malachit in großen Mengen produziert. Im Handel so genannter "Roter Malachit" ist in Wirklichkeit Brekzien-Jaspis.
 

Verwendung und Handel
Malachit war früher Schminke (Lidschatten) und Dekorationsmaterial, heute ist er Rohstoff für kunstgewerbliche Arbeiten und als Schmuck- und Heilstein sehr beliebt. Da Malachit-Staub jedoch giftig für Mensch und Umwelt ist, stellt die Verarbeitung des Minerals ein großes Problem dar.
 



 

Sternzeichen:
Skorpion und Stier
 

Chakra-Zuordnung:
 

Heilwirkung, Indikationen
Malachit macht unterdrückte Gefühle, innere Bilder, Wünsche und Sehnsüchte bewußt. Dadurch regt er auch die nächtlichen Träume an, deren Botschaften sehr klar und deutlich werden. Malachit stärkt unsere Vorstellungskraft, die Beobachtungsgabe und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Körperlich lindert Malachit krampfartige Schmerzen, auch Menstruationsbeschwerden. Er stärkt die weiblichen Geschlechtsorgane und erleichtert die Geburt (Hebammenstein). Malachit regt die Leber an, fördert Entsäuerung und Entgiftung und lindert so auch rheumatische Erkrankungen.

Anwendung
Malachit sollte nur äußerlich getragen oder auf die Haut aufgelegt werden.

Pulverisierter Malachit ist gefährlich und kann tödlich verlaufende leukämieähnliche Bluterkrankungen hervorrufen!
 
 

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