Synonyme
Aus dem Bergbau stammen viele Synonyme: Atlaserz, Berggrün, Grünkupferwasser,
Koppargrün, Kupfergrün, Kupferhydrophan, Kupferocher und Schiefergrün.
Ein Handelsname ist Silver-Peak-Jade. Malachit-Quarz-Gemenge werden
Papageienflügel, Prasmalachit und Stellarit genannt; der deutsche
Volksmund kennt die Begriffe Hebammenstein (für Geburtshilfe und Frauenleiden)
und Schreckstein (gegen jähes Erschrecken).
Genese,
Vorkommen
Malachit entsteht immer sekundär durch die Einwirkung von sauerstoff-
und kohlensäurehaltigem Sickerwasser auf kupferhaltiges Gestein. Vor
allem Kupfersulfide (Kupfer-Schwefel-Verbindungen) reagieren dabei schnell
mit dem Carbonat-Anteil des Wassers zu Malachit oder Azurit- Beide sind
daher Leitmineralien in den Oxidationszonen von Kupfererzlagerstätten,
d.h. ihr Vorkommen weist auf den Kupfergehalt des Gesteins hin. Bedeutende
Malachit-Vorkommen sind in Zaire und Rußland.
Kristallsystem, Erscheinungsbild, Farbe
Malachit ist monoklin, bildet jedoch nur selten nadelig-büschelige
Kristalle, sondern meist dichte, knollige oder glaskopfige Aggregate, die
aufgrund der schaligen Ablagerung typische hellgrün-dunkelgrün
gebänderte Zeichnungen zeigen. Da sich Azurit durch Wasseraufnahme
langsam in Malachit umwandelt kann, gibt es Pseudomorphosen von Malachit
nach Azurit. Auch Verwachsungen mit anderen Kupfermineralien treten auf,
wie z.B. beim "Eilath-Stein", einem Malachit-Chrysokoll-Türkis-Gemenge.
Malachit selbst ist immer grün (siehe "Fälschungen") und zeigt
Glas oder Seidenglanz.
Mineralklasse, Chemismus
Malachit ist ein basisches Kupfercarbonat aus der Mineralklasse der
Carbonate.
Formel: Cu2[(OH)2/CO3] + H2O
+ (Ca,Fe).
Farbgebend ist dabei das Kupfer (idiochromatische
Färbung), weshalb er auch eine grüne Strichfarbe zeigt.
Bestimmungsmerkmale
Mohshärte: 3,5-4
Dichte: 3,75-3,95
Spaltbarkeit: vollkommen,
splittriger, erdiger Bruch
Strichfarbe: hellgrün
Transparenz:
durchscheinend (selten) bis undurchsichtig.
Verwechslungen und Unterscheidung
Chrysokoll und andere undurchsichtig-grüne
Steine zeigen keine Bänderung. Chrysokoll hat zudem nur eine Dichte
von 2,0 - 2,3. Verwachsungen von Malachit und Chlysokoll (Chlysokoll Fern)
oder von Malachit, Chrysokoll und Türkis (Eilath-Stein) sind jedoch
nur gemmologisch exakt zu bestirnmen.
Fälschungen
Als Malachit-Imitationen sind gefärbter Achat
oder Jaspis (Härte 7, Dichte ca. 2,65), gefärbter
Marmor (Dichte maximal 2,7), Glas (Härte 5,5, Dichte ca. 3,0) und
Sinterimitationen im Handel. In Rußland wird synthetischer Malachit
in großen Mengen produziert. Im Handel so genannter "Roter Malachit"
ist in Wirklichkeit Brekzien-Jaspis.
Verwendung und Handel
Malachit war früher Schminke (Lidschatten) und Dekorationsmaterial,
heute ist er Rohstoff für kunstgewerbliche Arbeiten und als Schmuck-
und Heilstein sehr beliebt. Da Malachit-Staub jedoch giftig für Mensch
und Umwelt ist, stellt die Verarbeitung des Minerals ein großes Problem
dar.
Sternzeichen:
Skorpion und
Stier
Heilwirkung, Indikationen
Malachit macht unterdrückte Gefühle, innere Bilder, Wünsche
und Sehnsüchte bewußt. Dadurch regt er auch die nächtlichen
Träume an, deren Botschaften sehr klar und deutlich werden. Malachit
stärkt unsere Vorstellungskraft, die Beobachtungsgabe und die Fähigkeit,
Entscheidungen zu treffen. Körperlich lindert Malachit krampfartige
Schmerzen, auch Menstruationsbeschwerden. Er stärkt die weiblichen
Geschlechtsorgane und erleichtert die Geburt (Hebammenstein). Malachit
regt die Leber an, fördert Entsäuerung und Entgiftung und lindert
so auch rheumatische Erkrankungen.
Anwendung
Malachit sollte nur äußerlich getragen oder auf die Haut
aufgelegt werden.
Pulverisierter Malachit ist gefährlich und kann tödlich verlaufende
leukämieähnliche Bluterkrankungen hervorrufen!
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