Allgemein:
Der Larimar ist ein blauer Pektolith. Benannt ist er nach der Tochter
eines dominikanischen Minenbesitzers (Lari) und dem spanischen Wort für
Meer "mar". Pektolith ist ein grichisches Wort (pektos = zusammengefügt,
lithos = Stein) und bedeutet "zusammengesetzter Stein".
Synonyme:
Vor der Namensgebung Larimar wurde der Stein als Travelina gehandelt.
Im esoterischen Bereich wird er Atlantis-Stein genannt.
Fundorte:
Der Stein wird ausschließlich in Baoruco, Provinz Barahona, der
Dominikanischen Republik gefunden.
Entstehung:
Primär durch hydrothermale Bildung in Gängen und Klüften
eines verwitterten Basalts. Durch die heiße Flüssigkeit löst
sich aus dem Basalt Kupfersulfid. Dieses gibt dem Pekolith die bläuliche
Farbe.
Mineralklasse, Chemismus
Der Larimar zählt zu den Farbvarietäten des Pekoliths und
damit zur Mineralklasse der Ketten-Silikate.
Einige Spurenelemente sind enthalten: Kupfer, Eisen, Kalium, Mangan und
Phosphor. Die blaue Farbe bekommt
der Stein nach derzeitigem Wissensstand vom Kupfer.
Die Formel Ca2Na[HSi3O9] + (Cu, Fe,
K, Mn, P)
Bestimmungsmerkmale
Mohshärte: 4,5 - 5
Dichte: 2,74 - 2,88
Transparenz: durchscheinend
bis durchsichtig
Strichfarbe: weiß
Spaltbarkeit: vollkommen
Kristallsystem, Aussehen
Larimar ist triklin, ohne sichtbare Kristalle. Er hat dichte, radialstrahlige
und fasrige Aggregate. Seine Farbe ist hellblau bis weiß mit Seiden-
oder Glasglanz. Helle Bänder
der typischen Adern und Knollen können auch aus Natrolith, graue Flecken
aus Calcit sein.
Rote Punkte und Stellen sind Hämatit, dunkle Einschlüsse
in der Regel Chalkosin.
Verwechslung
Es gibt keine mit Larimar verwechselbaren anderen Steine.
Fälschungen
Minderwertige, helle Exemplare sollen angeblich durch Kupfersulfat
aufgewertet worden sein.
Verwendung
Der Stein wird ausschließlich im Schmuck- und Heilbereich verarbeitet.
Vom anpolierten Rohstein bis zum fertigen Schmuckstück ist alles erhältlich.
Als Heilstein ist er sehr beliebt, bis hin zum Kultstatus.
Ein gelegentlich behauptetes Alleinvertriebsrecht einzelner Firmen
trifft nach derzeitigem Wissensstand nicht zu. Der Vertrieb erfolgt durch
die abbauende Kooperative an eine breite Zahl von Händlern.
Heilwirkung
Das vermittelte Gefühl von Weite hilft den geistigen Raum zu vergrößeren.
Larimar bringt innere Ruhe, was das kreative Handeln und Nachdenken in
Zeiten großer Belastungen erleichtert. Er fördert die Hinwendung
zur eigenen Aktivität und damit auch die Betrachtung des eigenen ichs
aus einer anderen Perspektive heraus.
Durch diese positiven Beeinflussungen stärkt er die Selbstheilungskräfte.
Er löst energetische Blockaden, vernehmlich im oberen Körperteil
(Brust, Hals und Kopf). Er erhöht die Wirksamkeit einer Refelxzonenmassage
bei wenig empfindlichen Meschen indem er die Sensibilisierung fördert.
Anwendung
Zur Lösung von Blockaden wird er direkt auf die betroffene Stelle
gelegt. Ansonsten wir er als Stein oder Steinkreis zur ruhigen Betrachtung
verwendet. Zur Meditation sollte er auf Solarplexus, Brust oder Stirn
aufgelegt werden.
Zur Stärkung der Selbstheilungskräfte auf die Thymusdrüse
auflegen.