Brasilianit




Name
Brasilianit wurde 1945 erstmals in Brasilien entdeckt und von F.H. Pough und E.P. Henderson im "American Mineralogist" beschrieben. Sie benannten das Mineral nach dem Herkunftsland, das bis heute auch das weltweit bedeutendste Hauptlieferland blieb.
 

Synonyme, Handelsbezeichnungen
Synonyme gibt es nicht.
 

Genese, Vorkommen
Brasilianit entsteht primär in der liquidmagmatischen Bildung phosphatreicher Pegmatite, wenn bei der Restkristallisation des Magmas noch genügend Natrium vorhanden ist. Die wichtigsten Vorkommen mit den größten Kristallen und schönsten Stufen liegen in Brasilien, Fundstellen in Österreich, Ruanda, Kanada und den USA sind im Vergleich dazu praktisch unbedeutend.
 

Kristallsystem, Erscheinungsbild
Brasilianit ist monoklin und bildet Kristalle von kurzprismatischem oder dipyramidalem Habitus, welche eine Länge von bis zu 12 cm und eine Breite von bis zu 8 cm erreichen können. Die selteneren Aggregate sind körnig, derb oder kugelig mit radialstrahligem Aufbau.
 

Farbe
Die Farbe des Brasilianits variiert von farblos, blaßgelb bis gelblichgrün. Brasilianit zeigt Glasglanz.
 

Mineralklasse, Chemismus
Brasilianit ist ein wasserfreies, basisches Phosphat aus der Mineralklasse der Phosphate.
Formel: NaAl3[(OH)2/PO4]2 + Ca,K + (Cl,Fe,Ti).
 

Bestimmungsmerkmale
Mohshärte:  5,5
Dichte:  2,94 - 2,98
Spaltbarkeit:  vollkommen
Strichfarbe:  weiß
Transparenz:  durchsichtig bis durchscheinend.
 

Verwechslungen und Unterscheidung, Fälschungen
Beryll (Härte 7,5 - 8),  Chrysoberyll (Härte 8,5, Dichte 3,70 - 3,72) und Topas (Härte 8, Dichte 3,53 - 3,56) sind deutlich härter, Augelith (Dichte 2,07) ist deutlich leichter, nur Amblygonit ist so ähnlich, daß im Zweifelsfall eine gemmologische Untersuchung notwendig ist.
 

Verwendung und Handel
Brasilianit wird als Edelstein facettiert und zu Schmuck verarbeitet. Als Heilstein gewinnt er zunehmend an Bedeutung.
 


Sternzeichen:
 

Chakra-Zuordnung:
 

Heilwirkung, Indikationen, Anwendung
Brasilianit frischt das Erinnerungsvermögen auf und hilft, die eigene Lebensabsicht zu erkennen (Sperling). Er setzt, wenn nötig, Energiereserven frei und hilft bei bedrückenden Alpträumen und Schlaflosigkeit. Brasilianit lindert regelmäßig wiederkehrende Schmerzen, vor allem auch Menstruationsbeschwerden. Dazu hält man einen Kristall mit der Spitze zum Gesicht hin in der linken Hand (Sienko).

Brasilianit gehört zur Gruppe der wenig erforschten Heilsteine. Er ist daher mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
 
 
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