Name, Handelsbezeichnungen
Benitoid, auch Benitoit genannt, wurde lange Zeit als Saphir betrachtet.
Erst 1907 wurde er vom amerikanischen Mineralogen Louderback als neues
Mineral beschrieben. Er benannte es nach dem Fundort San Benito County
in Kalifornien/USA benannt, wo das Mineral im selben Jahr erstmals am Mount
Diablo Range entdeckt wurde.
Synonyme
Das einzige Synonym für Benitoid ist Himmelstein (nach der blauen
Farbe).
Genese, Vorkommen
Benitoid entsteht primär aus hydrothermalen Lösungen in kleinen
Natrolithgängen des Glaukophanschiefers von San Benito/Kalifornien.
Kristallsystem, Erscheinungsbild, Farbe
Benitoid ist trigonal und bildet dipyramidale, im Natrolith eingewachsene
Kristalle mit dreieckigem Querschnitt, die bis zu drei Zentimeter groß
werden können. Das größte bisher gefundene Stück hatte
nur 7 Karat. Wesentlich seltener bildet Benitoid auch körnige Aggregate.
Die Farbe des Minerals ist meist
saphirblau, seltener blaßblau oder farblos und teils klar, teils
trüb und fleckig. Tiefblau ist er nur in Richtung der Hauptkristallachse,
in der entgegengesetzen Richtung ist er dagegen fast farblos. Benitoid
zeigt Glasglanz.
Mineralklasse, Chemismus
Benitoid ist ein Barium-Titan-Silikat aus der Titanitgruppe und der
Mineralklasse der Ringsilikate.
Formel: BaTi[Si3O9] + Al, Fe, K, Mn, Na.
Sein Kristallgitter besteht aus Dreierringen mit abwechselnd dazwischengelagerten
Barium- und Titanionen.
Bestimmungsmerkmale
Mohshärte: 6 - 6,5
Dichte: 3,65 - 3,68
Spaltbarkeit: keine, muscheliger,
spröder Bruch
Strichfarbe: farblos
Transparenz: durchsichtig
bis durchscheinend, deutlicher Pleochroismus.
Verwechslungen und Unterscheidung
Benitoid kann mit blauem Saphir (Härte
9) verwechselt werden, was sich vor allem bei facettierten Steinen nur
durch gemmologische Prüfungen
eindeutig unterscheiden läßt.
Fälschungen
Es sind bisher keine Fälschungen bekannt geworden.
Verwendung und Handel
Benitoid ist sehr selten und daher nur wenig bekannt. Er wird mitunter
als Edelstein facettiert oder als Sammlerstufe im Mineralienhandel angeboten.
Heilwirkung, Indikationen
Benitoid fördert das Wissen um die geistige Natur des Menschen.
Er vermittelt höhere Bewußtseinszustände und weckt Visionen,
Intuition und hellseherische Fähigkeiten. Körperlich stimuliert
Benitoid die Hypophyse (Gurudas).
Er hilft, "zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein" und fördert
das Erkennen der (geistigen) Krankheitsursachen (Melody).
Anwendung
Er kann sowohl als Stein auf das Dritte Auge (Stirn, zwischen den Augenbrauen)
aufgelegt als auch als Elixier eingenommen werden.
home zurück
zur Anfangsseite