Amethyst, Amethystquarz
Chevron-Amethyst, Kap-Amethyst, Maraba-Amethyst
Amethyst
Name
Amethyst kannten schon die alten Grichen und Römer gut. Sie glaubten,
daß dieser Stein das Mittel gegen Trunksucht ist (grich. amethystos
= nicht berauschend).
Die größte bisher gefundene Amethystgeode wurde 1900 in
Rio Grande do Sul gefunden. Sie hatte eine Abmessung von 10 x 5 x 3 Meter
und wog 3,5 Tonnen.
Synonyme
Es gibt keine Synonyme hierzu, lediglich ergänzende Begriffe wie Amethystquarz
= stark getrübter Amethyst, Chevron-Amethyst = undurchsichtiger Amethyst
mit weißen Quarzbändern.
Handelsbezeichnungen
Kap-Amethyst = Handelsname für hellen Amethyst aus Namibia, Maraba-Amethyst
= Handelsname für klaren Amethyst aus Brasilien.
Genese
Amethyst entsteht primär bei Temperaturen zwischen 100° und 250°
C in hydrothermalen Prozessen aus schwach eisenhaltiger Kieselsäurelösung.
Zur Entstehung seiner Farbe muß außerdem ionisierende (radioaktive)
Strahlung aus dem Umgebungsgestein vorhanden sein, die einen Teil des Eisens
im Quarz in die seltene vierwertige Oxidationsstufe versetzt. Durch Erhitzen
oder Sonnenlicht kann dieser Vorgang umgekehrt werden, weshalb manche Amethyste
in der Sonne verblassen, z.B. die aus Banská Stiavnica.
Vorkommen
Die wichtigsten Amethyst-Vorkommen befinden sich in Australien, Südbrasilien
(Rio Grande do Sul), Uruguay, Mexiko, Namibia, Madagaskar (Betafo) und
Sambia.
In Europa findet man Amethyste in Murzinka (Ural), in den Karpaten,
bei Cavnic (Rumänien) und in Banská Stiavnica (Slowakei), vereinzelt
auch im Bereich Idar-Oberstein.
Kristallsystern,
Erscheinungsbild, Farbe
Amethyst bildet trigonale Kristalle, die nur selten Prismen zeigen, wie
z.B. in Vera Cruz, Mexiko. Normalerweise sitzen die Kristallspitzen (selten
größer als 3 cm) auf zahnähnlichen "Wurzeln" und bilden
so Kristallrasen in Blasenhohlräumen vulkanischer Gesteine, sog. Drusen.
Amethystquarz und Chevron-Amethyst bilden in der Regel derbe Massen. Die
Farbe des Amethysts ist violett, sehr selten mit Purpureinschlag, er zeigt
Glasglanz.
Mineralklasse, Chemismus
Amethyst ist die violette Varietät der Kristallquarze, jener Vertreter
der Quarz-Gruppe, die mit bloßem Auge sichtbare Kristalle ausbilden,
und zählt damit zur Mineralklasse der Oxide, Formel: SiO2
+ (Al, Fe, Ca, Mg, Li, Na). In Spuren enthält er Aluminium, Eisen,
Calcium, Magnesium, Lithium und Natrium; farbgebendes Element ist das vierwertige
Eisen.
Bestimmungsmerkmale
Mohshärte: 7
Dichte: 2,63 - 2,65
Spaltbarkeit: keine, muscheliger
Bruch, sehr spröde
Strichfarbe: weiß
Transparenz: durchsichtig
(Amethystquarz durchscheinend, Chevron-Amethyst undurchsichtig).
Verwechslungen und Unterscheidung
Fluorit: Als Kristall an der kubischen Kristallform,
sonst anhand der Härte (4) identifizierbar. Cordierit, Skapolith,
Kunzit, Spinell sind bei geschliffenen Steinen nur durch mineralogischgemmologische
Untersuchungen unterscheidbar.
Fälschungen
Für Rohsteine gibt es keine Fälschungen, allerdings Farbaufbesserungen
durch Bestrahlung mit Röntgenstrahlen, welche nicht nachweisbar sind.
Als Edelsteine sind sehr viele Synthesen, Imitationen aus Glas und, seltener,
synthetischem Korund sowie Dubletten aus Quarz und Beryll im Handel. Indische
Ketten sind oft gefärbt. Eine Unterscheidung ist nur durch mineralogisch-gemmologische
Untersuchungen möglich.
Verwendung und Handel
Amethyst ist ein klassischer Schmuckstein und seit Jahrtausenden ein geschätzter
Heilstein. Aufgrund der durchschnittlich kleinen Kristalle sind große
Verarbeitungsformen selten und teuer, kleinere, wie Kugelketten, Anhänger
oder Trommelsteine, dagegen gängiger und günstiger.
Sternzeichen:
Schütze, Widder, Fische, Skorpion und Jungfrau (Zehfuß)
Chakra-Zuordnung:
Der Amethyst wird dem neunten (siebten)
Chakra zugeordnet.
Heilwirkung
(Ginger)
Körperlich lindert Amethyst Schmerzen, Schwellungen und Verspannungen
und hilft bei allen Erkrankungen der Atemwege, Lunge, Haut und Nerven sowie
bei Durchfall und Störungen der Darmflora.
(Zehfuß)
Der Amethyst stärkt das Immun- und Nervensystem.
Weitere Anwendungsgebiete: Magersucht, Blutzucker, Drüsenerkrankungen,
Epilepsie, Gehirnerkrankungen, Migräne, Nackenverspannungen, Schmerzen
(allgemein), Stoffwechselstörungen, Zeckenbissen, Alkoholproblemen,
Blutkrankheiten (allgemein) und mehr.
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