Allgemein:
Alunit (lateinisch alumen) entstammt dem indogermanischen alu (= Bier,
Met) und dürfte sich auf den zusammenziehenden Geschmak des Minerals
beziehen.
Synonyme:
Alaun, Alaunspat, Alaunstein, Calafatit, Kalioalunit, Löwigit
und Newtonit.
Fundorte:
Bedeutende Vorkommen gibt es in Europa (Frankreich, Italien, Spanien,
Teschechien und Ungarn), Amerika (USA) sowie in Australien.
Entstehung:
Mineralklasse, Chemismus
Alunit ist ein basisches Kalium-Aluminium-Sulfat. Gelegentlich beschriebene
blasse Färbungen entstehen
durch Eisen (Fe) in geringen Mengen. Spuren von Seltenen Erden (SE) sind
sehr selten.
Formel: KAl3[(OH)6/(SO4)2]+
Na, Fe+ (Se)
Bestimmungsmerkmale
Mohshärte: 3,5 - 4
Dichte: 2,7 - 2,8
Transparenz:
durchscheinend bis undurchsichtig
Spaltbarkeit: vollkommen
Strichfarbe: weiß.
Adamin ist nur in heißer Schwefelsäure oder Kalilauge löslich,
nicht aber in Salzsäure.
Es hat einen etwas zusammenziehender Geschmack.
Kristallsystem, Aussehen
Alunit ist trigonal und bildet fast immer unregelmäßige
Adern im Gestein.
Er ist farblos, blaß rötlich oder gelblich mit Glasglanz.
Aggregate sind feintraubig, erdig und manchmal fasrig.
Verwechslung
Aluminit, Anhydrit, Dolomit, Magnesit
Fälschungen
Es sind bis jetzt keine Fälschungen bekannt.
Verwendung
Als Aluminuimgrundstoff sowie zur Gewinnung von Alaun (Arzneimittel,
Gerben, Papierherstellung).
Heilwirkung
Gegen Ängste und Schuldgefühle wird er getragen, bei chronischen
oder festsitzenden Entzündungen, sowie bei Ekzemen und nässenden
Hautausschlägen wird er aufgelegt.
Bis ins Mittelalter wurde er zur Blutstillung, zur Empfängnisverhütung
und bei Geschwüren aufgelegt. Zur Vorbeugung gegen Gürtelrose
wurde er in einem Stoffsäckchen getragen.
Im Orient galt und gilt er zum Teil heute noch als Schutz gegen Besessenheit
und Verzauberung.
Adamin gehört zur Gruppe der wenig
erforschten Heilsteine. Er ist daher mit besonderer Vorsicht
anzuwenden.
Anwendung
Offen tragen, auflegen oder im Stoffbeutel tragen.
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