Allgemein:
Die Namensgebung erfolgte 1866 an der Sorbonne in Paris durch Charles
Friedel der dort als Mineralogieprofessor tätig war.
Er benannte den Stein nach dem Finder, dem Mineralogen G. J. Adam.
Synonyme:
Derzeit ist nur Zinkarsenat, die chemische Bezeichnung, bekannt.
Fundorte:
Bedeutende Vorkommen gibt es in Europa (Frankreich und Griechenland),
Amerika (Mexico und Chile) sowie in Afrika (Namibia) .
Entstehung:
Wenn Arsensäure durch die Verwitterung von Arsenverbindungen freigesetzt
wird, verbindet sie sich mit zinksulfid- und zinkoxydhaltigen Gesteinen
zu Adamin. Es entsteht also sekundär, vor allem in den oxidatinszonen
von Zinkerzlagerstätten.
Mineralklasse, Chemismus
Adamin ist ein Zinkarsenat.
Die grüne Farbe stammt
vom Kupfer, violett oder rosa vom Kobalt und gelb vom Eisen.
Formel: Zn3[(OH/AsO4]+ Cu, Co, Fe
Bestimmungsmerkmale
Mohshärte: 3,5
Dichte: 4,32 - 4,48
Transparenz:
durchsichtig bis durchscheinend
Strichfarbe: weiß
Spaltbarkeit: gut, unebener
Bruch
Kristallsystem, Aussehen
Er erscheint häufig in knolligen oder feinkörnigen Aggregaten
mit radialstrahligem Aufbau, meist in Drusen.
Adamin ist rhombisch und bildet nur sehr kleine prismatische oder tafelige,
oftmals flächenreiche Kristalle.
Adamin zeigt lebhaften Glasglanz
in den Farben weiß, gelb,
grün, violett bis rosa oder er ist farblos.
Verwechslung
Stellerit kann vom Aussehen her zu Verwechslungen führen, der
große Unterschied in der Dichte macht ein Erkennen aber leicht.
Fälschungen
Es sind bis jetzt keine Fälschungen bekannt.
Verwendung
Er wird praktisch nur an Mineralsammler verkauft, da er sehr selten
ist. Als Schmuckstein wird er nicht verwendet und in der Heilkunde gibt
es erst wenige Anwender.
Heilwirkung
Er beschleunigt die Erholung (Rekonvaleszenz) nach Krankheiten, vermittelt
Kraft und Stärke und hilft das Krankheitserlebnis zu verarbeiten.
Adamin gehört zur Gruppe der wenig erforschten
Heilsteine. Er ist daher mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Anwendung
Im Herzbereich auflegen (Sperling).
Bei Beschwerden von Herz, Lunge, Kehle und Hormondrüsen (Melody)
.